Uni-Besetzung/Rektorat/konstruktives Gespräch/vieles in Angriff genommen
Utl.: Die Gespräche zwischen BesetzerInnen und Rektorat an der Uni Graz verliefen konstruktiv. Lösungsansätze wurden auf Schiene gebracht.
„Wir ziehen an einem Strang und glücklicherweise nicht an verschiedenen Enden", erklärt ein Mitglied des Verhandlungsteams der BesetzerInnen der Vorklinik an der Uni Graz nach den heutigen Gesprächen mit dem Rektorat. „In Graz haben wir die österreichweit fast einzigartige Situation, dass gemeinsam - Studierende und Rektorat - an der Lösung der dringendsten Probleme der Unis konstruktiv gearbeitet wird", so die Besetzerin weiter.
- Dem Rektorat wurde eine umfangreiche Liste mit überbuchten Lehrveranstaltungen übergeben, die nun als Basis für die Behebung der Probleme im Lehrbetrieb verwendet wird.
- Auch eine Evaluierung der Prüfungen mit Durchfallsraten von teilweise mehr als 70 Prozent wird in Angriff genommen.
- Eine Beschränkung der Master-Studien steht an der Uni Graz nicht ins Haus, wie die Senatsvorsitzende Prof. Hinteregger versicherte.
Der breite Diskurs, der Medien und Gesellschaft seit dem Beginn der Proteste vor mehr als einem Monat prägt, wurde von allen Beteiligten begrüßt. Einigkeit herrscht auch darin, dass nun die Bundesregierung gefordert ist: „Jetzt geht es darum, den Universitäten auch den finanziellen Stellenwert zurückzugeben, den sie gesellschaftlich einnehmen."
Das umfangreiche Kultur- und Diskursprogramm geht in der befreiten Vorklinik derweil unvermindert weiter. Viele Lehrende halten Soli-Lectures. Das Highlight in dieser Woche wird ein Auftritt des Kabarettisten Josef Hader am Donnerstag um 16 Uhr im Hörsaal A sein.
Rückfragehinweis: 0660 - 34 09 884 presse[at]unigrazgehoertuns.org